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Bleibt zusammen: die Wichtigkeit des Körperkontakts zwischen Neugeborenen und Eltern

Körperlicher Kontakt ist es ein Wachstum Instrument für das Baby, das das Wohlbefinden aus allen Blickwinkeln fördert.

Bleibt zusammen: die Wichtigkeit des Körperkontakts zwischen Neugeborenen und Eltern

Wenn sie geboren werden, sind Kinder der Inbegriff von Zärtlichkeit: die Augen, dicke Bäckchen, samtweiche Haut und dieser ‘Baby-Duft’ … sie sind einfach unwiderstehlich, und das nicht zufällig! Das ist die Art der Natur zum physischen Kontakt aufzurufen.

Artikel von Koala Babycare

Vielleicht haben wir, die in der westlichen Welt aufgewachsen sind – traditionell nach einem Modell der eher kontaktlosen Mutterschaft – noch nicht ganz verstanden, warum körperliche Nähe so wichtig für das Neugeborene ist. In den letzten Jahren kommen aber mehr und mehr Produkte zum Vorschein, die diesen Kontakt fördern, wie zum Beispiel die Verwendung einer Babytrage oder Wickeltuchs. Deshalb wollen wir mit dir über den grundlegenden Wert dieser Gewohnheiten für die Entwicklung des Babys sprechen.

Physischer Kontakt mit dem Neugeborgen: warum er so wichtig ist.

Die Haut ist das größte Sinnesorgan unseres Körpers: Sie bedeckt uns vollständig von Kopf bis Fuß und ist mit Nervenenden besetzt. Diese sind für die Berührung verantwortlich, das erste Gefühl des Kindes um mit der Außenwelt in Kontakt zu treten und sie zu erkunden.

Für das Neugeborene ist körperlicher Kontakt ein angeborenes Bedürfnis. Zunächst einmal weil es, wie wir schon gesagt haben, ohne von den Eltern betreut zu werden, nicht überlegen könnte. Zweitens ist aus einer ganzen Reihe von Gründen unerlässlich, die jetzt sogar wissenschaftlich erwiesen sind.

Körperkontakt fördert Gesundheit und mentale Entwicklung

Körperkontakt ist für Neugeborene von grundlegender Bedeutung. Denkt nur an das sogenannte ‚Känguruhen‘ für Frühgeborene. Diese kleinen Mäuschen werden für einige Zeit jeden Tag ohne Kleidung auf die nackte Haut der Mutter oder auch des Vaters gelegt. Der Körperkontakt bietet die Wärme und Eindämmung, die das Baby braucht. Das verbessert seine physischen und physiologischen Parameter und das allgemeine Wohlbefinden, was zu einer schnelleren Erholung (und sogar Gewichtszunahme) führt.

Körperkontakt hilft auch allen anderen, pünktlich geborenen Babys: die Thermoregulation wird stimuliert und Immunsystem sowie die allgemeine körperliche Gesundheit verbessern sich. Einige Untersuchungen haben auch einen Zusammenhang zwischen körperlicher Nähe und gesteigerten kognitiven Fähigkeiten sowie Lernfähigkeiten festgestellt – weil das auf dem Arm getragene Kind ruhig, aber aufmerksam ist und durch Sehen und Hören interessante Signale aus der Umgebung sammeln kann.

Kurz gesagt, kein Wunder, das heute sogar in italienischen Krankenhäusern Neugeborene zuerst einmal Mutter, oder Vater, auf die Brust gelegt werden! Ein Glück!

Die Relevanz des Kontakts für emotionale Entwicklung

Die körperliche Nähe fördert nicht nur die physische und mentale Entwicklung, sondern auch die emotionale. Nicht umsonst sagte Daniel Stern, ein Psychologe, der die Mutter-Kind-Beziehung gründlich studierte: „Der ultimative Zauber der Verbindung ist körperlicher Kontakt. Diese Magie geht sogar durch die Haut.“

Im Gegensatz zu einem kontaktärmeren Modell zeigen Neugeborene, die häufiger getragen werden, ein Gefühl von Sicherheit und Selbstbewusstsein, das ihre Selbstständigkeit im Erwachsenenalter unterstützt.

Auch ohne die ganzen akademischen Fakten wirst du bemerkt haben, dass dein Baby in deiner Trage viel weniger schreit und sich als ruhiger erweist. Das liegt ganz einfach daran, dass der Körperkontakt den Stresspegel senkt. Denke mal darüber nach: Wenn du wütend, aufgeregt oder traurig bist… was könnte da besser sein, als eine lange Umarmung eine Person, die du liebst?

Und die Eltern?

Vergiss nicht, dass der Körperkontakt mit dem Neugeborenen auch für die Eltern sehr wichtig ist! Durch die unmittelbare Nähe zu deinem Baby kannst du es besser kennenlernen und eine tiefere Bindung schaffen.

Wenn das Baby verfrüht kommt oder besondere Probleme hat, hilft der Haut-zu-Haut Kontakt Mama und Papa, sich sofort nützlich zu fühlen und eine Verbindung herzustellen, die nicht möglich wäre, wenn das Baby die ganze Zeit im Inkubator bleibt.

In jedem Fall bietet der Körperkontakt Momente der Nähe, die andernfalls verloren gehen würden. Wenn du zum Beispiel das Neugeborene in einem Wickeltuch hältst, kannst du nicht nur den Geruch oder die Weichheit der Haut spüren, sondern auch seine Bedürfnisse direkter verstehen. Eure Kommunikation wird sich auf der körperlichen Ebene entwickeln, nicht nur auf der verbalen und visuellen.

Kurzum: Der Kontakt ist sowohl für die Kleinen, als auch die Großen gut!

Nicht nur die Mama! Der Körperkontakt zum Vater

Wenn man daran denkt, sich um das Baby zu kümmern oder es in der Babytrage oder im Wickeltuch an sich zu binden, fällt einem sofort die Mutter ein. Natürlich ist sie die ‚unmittelbarste‘ Bezugsperson – sowohl aus kulturellen Gründen, als auch wegen ihrer natürlichen Fähigkeit zu stillen.

Körperlicher Kontakt kann und muss jedoch sowohl mit ihr als auch mit dem Vater stattfinden!

In der Tat haben einige Untersuchungen gezeigt, dass Verwöhnen auch dann wirksam ist, wenn der Papa es tut: die entspannende und wohltuende Wirkung auf das Kind ist die gleiche.

Weiterhin, wenn die Mutter bei jedem Stillen mit dem Kind im Kontakt steht, sollte der Vater drankommen, wenn die Mutter müde ist.

Auch er kann die Babytrage verwenden, um eng mit dem Baby zu interagieren und die Grundlage für eine starke Bindung zu legen – die erste, die das Baby außerhalb der ‘Symbiose’ mit seiner Mutter erfahren wird und die als Leitfaden für all jene gilt, die später noch kommen.

In Anbetracht dieser Informationen kannst du sicher verstehen, dass körperlicher Kontakt, trotz der Aussagen von Omas und Tanten – ganz und gar kein Laster ist. Stattdessen ist es ein Wachstumsinstrument für das Baby, das das Wohlbefinden aus allen Blickwinkeln fördert.